Obama Institute betreibt Amerikaforschung von der Kolonialzeit bis ins 21. Jahrhundert

Obama Institute betreibt Amerikaforschung von der Kolonialzeit bis ins 21. Jahrhundert

Interdisziplinäre und transregionale Forschungsplattform an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eingerichtet

Mit dem neu gegründeten Obama Institute for Transnational American Studies hat das Department of English and Linguistics der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) eine interdisziplinäre Forschungsplattform eingerichtet, die die Rolle der USA in einer sich wandelnden globalen Welt aus dem Blickwinkel von Kultur, Geschichte, Literatur, Medien, Wirtschaft, Recht, Religion, Medizin, Kunst und Musik untersucht. Dabei ist die Forschung am Obama Institute richtungsweisend für die Neudefinition von Area Studies und Kulturwissenschaften im 21. Jahrhundert und schließt eine Lücke in der Forschungslandschaft, indem es amerikanistische Forschung nicht länger auf die Nationengrenzen der USA beschränkt. Das Obama Institute untersucht neben kulturellen Austauschprozessen ebenso Wechselbeziehungen unterschiedlichster Art und fragt beispielsweise, wie sich Nationalstaaten wie die USA zu Beginn des 21. Jahrhunderts neu formieren, wie sich infolge der vielfältigen Herausforderungen globaler Migration und Flüchtlingsbewegungen neue Gesellschaftszusammenhänge etablieren und wie sich Dialogprozesse – etwa zwischen indigenen Gruppen und Siedlergesellschaften – vollzogen haben.

“In Verbindung mit unserem dreigliedrigen Forschungsansatz aus Transnationalität, Interdisziplinarität und Interkulturalität ist es diese thematische und die damit verbundene fachliche Breite, die das neue Obama Institute auszeichnen und von der die Forschung und Lehre im Bereich der American Studies an der JGU profitieren”, betont Prof. Dr. Alfred Hornung, Sprecher des Obama Institute. Derzeit arbeiten rund 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Forschergruppen der Kultur-, Literatur-, Geschichts-, Sozial- und Rechtswissenschaften sowie der Geografie disziplinübergreifend an Forschungsprojekten des Obama Institute zusammen. Zudem werden mit dem Obama Fellowship Gastwissenschaftler aus den USA an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz eingeladen, um hier zu forschen und zu lehren. Im Bereich der Nachwuchsförderung vergibt das Obama Institute seit 2015 jährlich den mit 1.000 Euro dotierten Obama Dissertation Prize für die beste Doktorarbeit im Bereich der transnationalen Amerikastudien.

“Mit der mit Barack Obama, dem 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten, abgestimmten Namensgebung der neuen Forschungsplattform möchten wir in Lehre und Forschung die mit seiner Konzeption verbundene Idee eines multiethnischen, weltoffenen und liberale Werte international vertretenden Landes vermitteln – zum Verständnis der transnationalen Position der amerikanischen Gesellschaft im 21. Jahrhundert”, so Prof. Dr. Alfred Hornung stellvertretend für das Executive Board des neuen Obama Institute.

“Die Amerikanistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat im Forschungsrating des Wissenschaftsrats in allen vier Kriterien – Forschungsqualität, Reputation, Forschungsermöglichung sowie Transfer an außeruniversitäre Adressen – sehr gute bis herausragende Bewertungen und damit Top-Platzierungen im bundesweiten Vergleich erzielt”, betont der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Georg Krausch. “Dies belegt die Leistungsfähigkeit der Mainzer Amerikanistik, die durch die Vernetzung innerhalb des interdisziplinär aufgestellten Obama Institute noch weiter verstärkt wird”, so Krausch weiter. Darüber hinaus ist die Mainzer Amerikanistik auf europäischer Ebene vielfach vernetzt, so etwa mit dem Clinton Institute des University College Dublin, dem Rothermere American Institute an der Universität Oxford, dem Eccles Center for American Studies in London oder dem Roosevelt Institute for American Studies in den Niederlanden. Zudem bestehen vielzählige internationale Partnerschaften, etwa der Stanford University in Kalifornien, der Columbia University in New York, dem Kings College London oder der University of Sydney. Seit vielen Jahren unterhält die Mainzer Amerikanistik eine Trinational Summer School, ein Kooperationsprojekt mit der Georgia State University und der Peking University, das den internationalen Doktorandenaustausch und gemeinsame Forschungsprojekte im Bereich der Amerikanistik befördert.

Apply for the American Studies Summer School 2017!

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American Studies Summer School 2017

THE CIVIL RIGHTS MOVEMENT, SOUTHERN LITERATURE, AND SOUTHERN FOOD & MUSIC

Apply for the American Studies Summer School!

It will give you a unique and intensive research and learning opportunity in the United States focusing on the American South.

The Institute for Transnational American Studies launches the three- week American Studies Summer School that visits several southern states including Arkansas, Mississippi, Louisiana, Alabama, and Tennessee. This educational venture from the end of July to mid-August offers courses in language, literature, and cultural studies. Starting in Little Rock, AR, and ending in Washington, D.C., the summer school studies the Civil Rights Movement, the History of Food and Music in the American South, and Southern Literature. Students benefit from lectures, readings, and films as well as from on-site learning. Course credits (Independent Studies, Cultural Studies, or Written English) can be earned.

If you are interested in joining the group, come to the

INFO SESSION on Wednesday, November 30, 2016 at 5:00 pm in P204

The application deadline is January 15, 2017 (submit Personal Statement, short CV, Academic Record). Send your documents as one pdf-attachment to hanslik@uni-mainz.de

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Lecture with Dr. Florian Freitag on 8 November 2016: „Scribner‘s Illustrated New Orleans – Periodical Studies in Practice“

DR. Florian Freitag (JGU)

„Scribner‘s Illustrated New Orleans – Periodical Studies in Practice“

8 November 2016
4.15 p.m. (16 c.t.)
SB II, Raum 04-432, Colonel Kleinmann Weg 2
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

„Scribner‘s Illustrated New Orleans“ investigates the representation of New Orleans in selected illustrated fictional and non-fictional texts (travel writing, short fiction, serialized novels, and historical essays) from one of the leading 19th- century American periodicals, Scribner‘s Monthly/The Century Illustrated Monthly Magazine. By re-situating such famous late nineteenth-century texts as Edward King‘s The Great South, George Washington Cable‘s The Grandissimes, or Grace E. King‘s Balcony Stories within their original periodical contexts, „Scribner‘s Illustrated New Orleans“ identifies „pastifying“ as a discursive strategy of containing cultural ‚Otherness‘ that clearly distinguishes late 19th-century New Orleans writings and images from other Gilded Age regionalist texts.

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